Hospizverein: Durch rechtliche Vorsorge bleiben meine Belange im Blick

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Pressemitteilung vom 23.02.2026

Hospizverein: Durch rechtliche Vorsorge bleiben meine Belange im Blick
Wenn ich nach Unfall oder Herzattacke nicht selber entscheiden kann

Es passiert plötzlich: ein Unfall, ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall. Man ist dann oft nicht mehr in der Lage, für sich selber zu sorgen – geschweige in Ruhe abzuwägen, sich zu informieren. Wie geht es dann weiter? Wer entscheidet? Sind medizinische Maßnahmen sinnvoll – sind sie in meinem Sinn? Mit einer Informationsveranstaltung möchte der Hospizverein auf die rechtlichen Seiten solcher Situationen hinweisen. Wie bleiben meine Belange im Blick – wer setzt sich für mich ein?

Viele Aspekte von Sterben und Tod werden gern aufgeschoben – gerade für solche Notfallsituationen. Viele verlassen sich darauf, dass dann andere – gut und richtig – entscheiden werden. Schließlich weiß ja auch die Familie, was mir wichtig ist… Und so haben nur wenige Menschen eine Patientenverfügung und/oder eine Vorsorgevollmacht. Was ist zu tun? Wichtig ist, sich in „guten“ Zeiten Gedanken zu machen über Situationen, in denen man nicht mehr selbst entscheiden kann: Was möchte ich dann? Was sollte geschehen? Was nicht? Zu welchem Menschen habe ich volles Vertrauen? Wer kennt mich so gut, dass Entscheidungen in meinem Sinne durchgesetzt werden können?

Was viele nicht wissen: Eine Ärztin / ein Arzt braucht für jede medizinische Maßnahme eine Zustimmung – auch für ihre Beendigung. Falls der kranke Mensch darüber nicht entscheiden kann, wird immer nach der persönlich bevollmächtigten Person gefragt. Wenn keine bestimmt worden ist, wird ein Betreuer vom Gericht eingesetzt – der muss dann ersatzweise entscheiden.

Die Mitarbeitenden des Hospizvereins wissen aus ihrer langjährigen Praxis, wie wichtig es ist, diese Regelungen zu kennen. Dann sieht man auch die Chancen, die in einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht liegen. Jeder kann von diesen Erfahrungen profitieren. So bietet der Verein regelmäßig eine „Sprechstunde Patientenverfügung“ an. Jetzt möchte er noch mehr Menschen für diese wichtigen Themen sensibilisieren – insbesondere auch jüngere! Ein Informationsabend kann Unsicherheiten und Wissenslücken schließen. Thema: „Wenn ich einmal nicht mehr selbst entscheiden kann… Was sollte ich JETZT bedenken?“

Referentin Ingrid Alsleben hat sich als Rechtsanwältin auf die Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament spezialisiert. Mit vielen Beispielen möchte sie die Besucher davon überzeugen: Regelungen zur Vorsorge sind mehrfach wichtig. Das gilt nicht allein für die Person, die nicht mehr selber entscheiden kann. Sie sind ebenso eine wertvolle Hilfe zur Vergewisserung für die Angehörigen – und ganz wichtig! – die maßgeblichen Arbeitsgrundlagen für das ärztliche Personal.

Termin: Dienstag, 24. März, 17:30 Uhr im Bildungs- und Begegnungszentrum Cremlingen, Im Moorbusche 24a. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Gemeinde bittet um Anmeldung an: anmeldung@cremlingen.de oder Tel. (05306) 802 311. Informationen zu allen Angeboten des Hospizvereins Wolfenbüttel sind zu bekommen über: Mail info@hospizzentrum-wf.de oder Telefon (05331) 71067-17 während der Bürozeiten montags bis freitags, 9 – 14 Uhr.