Cremlingen: Grüne begrüßen Doppelhaushalt

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Pressemeldung 12.02.2026

Der Entwurf des Doppelhaushalts der Gemeinde Cremlingen für 2026/2027 wird momentan in den Fachausschüssen beraten. In einem Doppelhaushalt werden die voraussichtlichen Erträge, Aufwendungen und Investitionen für zwei Jahre geplant. Die Vorteile eines Doppelhaushaltes gegenüber einem Haushalt für nur ein Jahr sind eine größere Planungssicherheit und eine Entlastung der Verwaltung. Das größte Plus ist jedoch die Vermeidung einer vorläufigen Haushaltsführung im zweiten Jahr, so dass z. B. Investitionen gleich ab Beginn des Jahres erfolgen können. Dies kommt besonders auch den Ortschaften zugute, die ihre Projekte ohne Unterbrechung umsetzen können.

Es ließ sich nicht vermeiden, dass der jetzige Haushaltsentwurf der Gemeinde Cremlingen ein Defizit von über vier Millionen Euro aufweist. Einsparpotentiale sind bereits vor der Aufstellung des Haushaltes berücksichtigt. Weitere Kürzungen würden zu Lasten der Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner gehen.

Nur ca. vier Prozent der Aufwendungen der Gemeinde sind freiwillige Aufgaben, worunter u. a. der Unterhalt der Dorfgemeinschaftshäuser, Turnhallen und Sportplätze fallen. Der größte Teil der Aufwendungen sind Pflichtaufgaben der Gemeinde, wozu u. a. die Feuerwehren, Kitas und Schulen gehören.

Leider kommen der Bund und das Land Niedersachsen ihrer Verpflichtung immer weniger nach, den Kommunen ausreichend Finanzmittel für deren Beschlüsse zur Verfügung zu stellen.

Nach Ansicht der Grünen ist der Verwaltung trotz dieser widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein ausgewogener und zukunftsorientierter Haushaltsentwurf gelungen.

Den Vorwurf der CDU, der von der Verwaltung vorgelegte Doppelhaushalt sei undemokratisch, weisen die Grünen entschieden zurück. „Änderungen an der Planung können jederzeit in der laufenden Haushaltsperiode mit einer demokratischen Mehrheit erfolgen. Das sollte die CDU eigentlich wissen und auf Wahlkampfrhetorik verzichten“, so der Co-Fraktionsvorsitzende Bernhard Brockmann.

Und Fraktionsmitglied Horst Gilarski fügt kritisch an: „Gerade in den jetzigen bewegten politischen Zeiten und auch wenn jetzt der Wahlkampf schon zu beginnen scheint, sollten die demokratischen Parteien behutsam miteinander umgehen und die demokratische Grundeinstellung nicht in Abrede stellen.“