(Langeleben) Das Forstamt Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesforsten entschlammt mit Unterstützung durch den Naturpark Elm-Lappwald zwei Teiche bei Langeleben im Elm. Am 29. Januar 2026 begann das Ausbaggern des ersten Teiches, was von Fachleuten aus den Bereichen Archäologie und Kampfmittel begleitet wird. Zudem werden einige Gehölze am Teichrand entfernt. Die Entschlammung des Teichbodens und die Auflichtung des Ufers verbessern langfristig den ökologischen Zustand der Teiche.
Mehr Platz und Sauerstoff
Bei Langeleben im Elm sollen zwei Teiche entschlammt werden, was sie wieder ökologisch aufwerten wird. Durch die derzeitige Verschlammung existiert nur noch eine sehr flache freie Wasserfläche, die sich im Sommer stark aufheizt und dadurch kaum noch Sauerstoff enthält. Zum einen braucht es Sauerstoff für die Zersetzung von Blättern, Teichpflanzen und anderem biologischen Material. Fehlt der Sauerstoff, lagern sich diese Stoffe länger ab und verschlechtern weiter den Gewässerzustand. Zum anderen können ohne genügend Sauerstoff keine Insekten- oder Molchlarven sowie keine Kaulquappen von Fröschen im Teich überleben. Um wieder mehr Platz für den nötigen Sauerstoff sowie für die im oder am Teich lebenden Tiere und Pflanzen zu schaffen, greift ein Bagger in das Wasser und befördert die alten Schlammreste aus dem Teich.
Baggern in Begleitung von Archäologie und Kampfmitteln
Der Bagger begann am Donnerstag den 29. Januar 2026 mit dem ersten Teich. Die Entschlammung wird mehrere Tage andauern, wobei die Arbeitsdauer davon abhängt, ob und gegebenenfalls wie viele historisch bedeutsame Gegenstände gefunden werden. Schließlich waren beide Teiche Teil vom Lustgarten des heute nicht mehr vorhandenen Schlosses und altes Geschirr oder ähnliches könnte in den Teichen entsorgt worden sein. Deshalb werden Archäologinnen und Archäologen des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege den Teichaushub untersuchen. Zusätzlich wird er von einem Spezialisten für Kampfmittel auf mögliche Überreste alter Granaten und ähnlicher Gegenstände untersucht, da am Ende des Zweiten Weltkrieges Kampfhandlungen bei Langeleben stattfanden.
Der vollständig untersuchte Teichschlamm wird auf einer benachbarten Wiese zum biologischen Abbau ausgebracht. Die Pflanzen auf der Wiese durchwurzeln dann den Teichschlamm und nehmen seine Nährstoffe auf. Darüber hinaus werden die Gehölze am Ufer ausgedünnt, damit sie den Teich weniger beschatten und weniger Blätter und Zweige in ihn fallen. Auch die Zuwegung und der Bereich, von dem aus gebaggert wird, werden bereits in diesem Jahr wieder im frühlingshaften Grün erblühen. Anfang 2027 ist dann die Entschlammung und Auflichtung des zweiten Teiches geplant. Bis zur nächsten Entschlammung dauert es dann wieder viele Jahre.
Gute Zusammenarbeit
Die Naturschutzarbeiten an den Teichen des ehemaligen Lustgartens sind ein Gemeinschaftsprojekt. Die Arbeiten sind mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde, der Unteren Wasserbehörde und der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Helmstedt abgestimmt. Die Kosten trägt das Forstamt Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesforsten, wobei es vom Naturpark Elm-Lappwald, mit Mitteln aus der Landesförderung der niedersächsischen Natur- und Geoparke, unterstützt wird.



