SPD Cremlingen nominiert Jens Drake als Bürgermeisterkandidaten mit 100 Prozent der Stimmen

651

Pressemeldung

Am Samstag hat die SPD Cremlingen im Rahmen einer Mitgliedervollversammlung mit gemeinsamem Frühstück ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Bei der Abstimmung bekam Jens Drake 100 Prozent der Stimmen der anwesenden Mitglieder. Dafür gab es langen Applaus und viele Glückwunsche aus dem vollen Saal im Dorfgemeinschaftshaus in Gardessen. Zu der Veranstaltung waren neben den Parteimitgliedern auch Gäste aus der Landes- und Kommunalpolitik eingeladen, darunter Ulrich Markurth, ehemaliger Oberbürgermeister von Braunschweig, Dunja Kreiser, Mitglied des Deutschen Bundestages, Jan Schröder, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, sowie Martin Albinus, Landratskandidat für den Landkreis Wolfenbüttel.

Im Anschluss an die Nominierung sprach Jens Drake über seine Motivation, seine politischen Schwerpunkte und seinen Blick auf die Herausforderungen der Gemeinde.

Herr Drake, wer sind Sie – und warum kandidieren Sie für das Amt des Bürgermeisters?
Ich lebe seit meiner Geburt in Cremlingen und bin seit rund 25 Jahren kommunalpolitisch aktiv. Ich kenne die Gemeinde, ihre Strukturen und viele der Themen, die die Menschen hier bewegen.
Ich bin kein klassischer Verwaltungsfachmann, sehe darin aber eine Chance. Als Prozessmanager bringe ich einen anderen Blick auf Abläufe mit und möchte frischen Wind in die Verwaltung bringen, Prozesse verschlanken und Entscheidungen beschleunigen.

Was sind Ihre wichtigsten Ziele für Cremlingen?
Mir sind drei Punkte besonders wichtig: die Förderung der Vereine, die Stärkung der Feuerwehr und eine sehr gute Bildung und Betreuung unserer Kinder.
Ich möchte das stärken, was Cremlingen als Gemeinschaft zusammenhält. Vereine geben unserem Ort Herz und Zusammenhalt, die Feuerwehr steht für Sicherheit und enormes Engagement, und bei Bildung dürfen wir keine Kompromisse machen.

Wie wollen Sie Vereine konkret unterstützen?
Oft geht es weniger ums Geld als um Unterstützung im Alltag. Hilfe bei Förderanträgen, klare Ansprechpartner in der Verwaltung und verlässliche Aussagen können viel bewirken. Ein offenes Ohr und kurze Wege sind für viele Vereine enorm wichtig.

Ein Schwerpunkt ist die Familienfreundlichkeit. Was heißt das für Sie konkret?
Cremlingen soll ein Ort sein, an dem Familien gern leben und bleiben. Dazu gehören verlässliche Betreuungsangebote, sichere Wege und Orte, an denen Familien zusammenkommen.
Auch wenn die finanzielle Lage schwieriger wird, dürfen wir bei Familien nicht sparen. Sie sind unsere Zukunft. Entscheidend ist, gemeinsam zu priorisieren und dort zu investieren, wo es den größten Nutzen für die Menschen bringt.

Wie stellen Sie sich gute Betreuung in Kitas und Schulen vor?
Flexible und verlässliche Betreuungszeiten sind zentral. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass Betreuung dann stattfindet, wenn sie gebraucht wird.
Genauso wichtig sind qualifiziertes Personal, gute Ausstattung und eine bessere Verzahnung von Kita, Schule und Ganztagsangeboten, damit Übergänge reibungslos funktionieren.

Welche Rolle spielt das Vereinsleben für eine Gemeinde wie Cremlingen?
Vereine sind der Kitt der Gesellschaft. Wo das Vereinsleben funktioniert, funktioniert auch das Dorfleben. Menschen engagieren sich mehr, fühlen sich verbunden und übernehmen Verantwortung. Für mich ist das gelebte Gemeinschaft.

Wie möchten Sie die Bürgerinnen und Bürger stärker einbinden?
Mir sind Transparenz und direkte Gespräche wichtig. Ich möchte Entscheidungen offen erklären und eine regelmäßige Bürgersprechstunde einführen, in der Bürgerinnen und Bürger direkt mit dem Bürgermeister sprechen können – ohne Umwege über soziale Medien.
Dazu gehört auch, Zusagen ernst zu nehmen und zeitnah umzusetzen.

Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen für Cremlingen?
Die angespannte Haushaltslage ist die größte Herausforderung. Die finanziellen Spielräume werden enger, während viele Aufgaben weiterhin zuverlässig erfüllt werden müssen.
Wir müssen Prioritäten klar setzen, Mittel gezielt einsetzen und verstärkt nach Fördermöglichkeiten suchen. Transparenz und vorausschauende Planung sind entscheidend, um handlungsfähig zu bleiben.

Was zeichnet Ihren Wahlkampf aus?
Ich setze auf Nähe und echte Gespräche. Mir geht es nicht um große Versprechen, sondern darum zuzuhören und gemeinsam machbare Lösungen zu finden. Politik sollte ehrlich, transparent und bodenständig sein.

Titelfoto: Jens Drake( mit Blumenstrauß) nach seiner Wahl mit Wegbleiter:innen (von links) Dr. Peter Abramowski, Jan Schröder, MdL, Malte Scheffler, Dunja Kreiser, Martin Albinus, Julia Perkowski, Burkhard Wittberg und Detlef Kaatz.   Fotos: SPD Cremlingen