Das DRK bietet wieder eine Reihe von Möglichkeiten, ein Freiwilliges Soziales Jahr in Wolfenbüttel zu verbringen.

Wolfenbüttel. Viele Jugendliche wissen nach ihrem Schulabschluss noch nicht, was sie künftig machen wollen. In dieser Situation bieten sich zwei besondere Möglichkeiten, eine sinnvolle Beschäftigung aufzunehmen und gleichzeitig mehr über die persönlichen Interessen und Neigungen zu erfahren: Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) sowie der Bundesfreiwilligen-Dienst (BFD).

Der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel bietet auch in diesem Jahr wieder mehrere Stellen in FSJ und BFD, die zu Anfang August und Anfang September besetzt werden sollen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, flexibel im Jahr zu starten, teilt das Rote Kreuz mit. Alle Bereiche des DRK kommen in Frage: Hausnotruf, Erste Hilfe, Rettungsdienst, Tafel, Familienentlastender Dienst, Flüchtlingshilfe, Gastronomie, Ehrenamtskoordination und Servicestelle. Bewerbungen nimmt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel per Mail an Personalentwicklung@drk-kv-wf.de entgegen. Dort werden auch Fragen beantwortet.

Den Reiz eines freiwilligen sozialen Engagements beschreiben diese zwei folgenden Berichte sehr schön – unmittelbar nach dem FSJ verfasst: „Nach meiner Schullaufbahn habe ich mich für ein FSJ beim DRK Wolfenbüttel entschieden“, schildert Max Heintzen. Der 19-Jährige merkte schnell, dass er nicht nur nebenher laufen würde, sondern ein wichtiger Teil des Teams war. „Zunächst wurde ich zum Glück von den Mitarbeitenden an die Hand genommen und eingewiesen, bis ich dann schnell das Laufen lernen durfte.“

Die ersten Schritte unternahm Max im Hausnotruf und der Ersten Hilfe. „Mein neues Wissen als Ersthelfer ist nicht nur im Alltag ungemein nützlich, sondern kann im besten Falle sogar Leben retten.“ Nach einer ausführlichen Einweisung ging es darum, andere am erlernten Wissen teilhaben zu lassen in Form von Erste-Hilfe-Kursen. Dann ging es zum Hausnotruf. „Vielen ist der vielleicht von Angehörigen bekannt – nun war ich das Gesicht dazu, durfte Beratungen durchführen und bei Wartungsarbeiten helfen.“ Auch als Notrufassistent konnte Max im Ernstfall zur Seite stehen. „Das Wissen, gerade entscheidend geholfen zu haben, und die Dankbarkeit der Menschen sind oft die beste Entlohnung für einen anstrengenden Tag.“

Max fühlte sich in seiner Entscheidung für ein FSJ bestätigt: „Zu Schulzeiten macht man sich ja schon Gedanken über den weiteren beruflichen Werdegang. Meine Entscheidung, keinen reinen Bürojob anzustreben, wurde dank meiner Zeit beim DRK einmal mehr unterstrichen, wenngleich auch das Büro mal zum FSJ gehört.“ Mittlerweile rückt der Abschied näher. „Doch die Erfahrungen, Erinnerungen und neuen Fähigkeiten bleiben mir ein Leben lang.“

Ähnlich erging es Nele Szarata, die aber schon ein Karriereziel vor Augen hatte: „Nach der 10. Klasse habe ich mit der Schule aufgehört und überlegt, wo meine Interessen liegen.“ So kam die heute 18-Jährige zum BFD beim Roten Kreuz. „Um Erfahrungen vor meiner geplanten Ausbildung als Rettungssanitäterin zu sammeln, habe ich mich nach den verschiedenen DRK-Bereichen erkundigt.“ Bis dahin kannte sie nur den Rettungsdienst und die Tafel, aber nach kurzen Recherchen entdeckte sie viele andere Bereiche.

„Nach einem spannenden Kennenlerngespräch und einer Hospitation habe ich mich entschlossen, ein BFD im Familienentlastenden Dienst zu machen.“ Das bedeutete unterstützende Tätigkeiten in der täglichen Büroarbeit, den Fahrdienst zur Abholung von KlientInnen, Teilnahme und Anleitung von täglichen Gruppenangeboten für Personen mit Beeinträchtigungen sowie die Teamsitzungen und interne Veranstaltungen.

Dabei gefielen ihr die Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen am besten, denn es macht Nele Spaß, sie zu unterstützen und Zeit mit ihnen zu verbringen. „Zudem lernte ich andere Einsatzfelder kennen: Bei der Tafelsortierung konnte ich sehen, wie die Sortierung von Obst und Gemüse abläuft, wo die Lebensmittel herkommen und wie die Ausgabe funktioniert.“ Zudem war sie im Solferino im Service tätig und konnte in die Abläufe reinschnuppern. „Vor kurzem habe ich eine Woche Praktikum im Rettungsdienst gemacht, was mich darin bestärkt hat, die Ausbildung als Rettungssanitäterin zu machen.“

Neles Fazit: „Wer unschlüssig ist, was er später machen will, sollte sich beim DRK für FSJ oder BFD bewerben. Es macht viel Spaß, man kann eine Menge lernen und viele tolle Erfahrungen sammeln.“

Beide Fotos: DRK