PRESSEMITTEILUNG

Salzgitter, 11.12.2023

Transformationsprozess in vollem Gange

SPD-Politikerinnen besuchen den Betriebsrat der Salzgitter Flachstahl

SPD-Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser und Julia Retzlaff, Landtagsabgeordnete des Bezirks Braunschweig-Nord, ebenfalls SPD, besuchten am 22. November auf Einladung des Gesamtbetriebsrates der Salzgitter AG die Salzgitter Flachstahl GmbH.

Salzgitter Flachstahl mit den 5.480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produziert Warmbreitband, Bandstahl, Bandblech, Kaltfeinblech und oberflächenveredelte Produkte. Die wichtigsten Abnehmer der Produkte sind Fahrzeughersteller sowie deren Zulieferer, Röhren-/ Großröhrenhersteller, Kaltwalzer, der Handel und die Bauindustrie. Die Salzgitter AG sichert zusammen mit ihren Tochtergesellschaften und Zulieferern mehr als zehntausend Arbeitsplätze in der Region. Der Salzgitter-Konzern steht mitten im Umbau hin zur CO2-armen Stahlproduktion, die Emissionen sollen über 95 % sinken. Seit Jahren forscht der Konzern zusammen mit externen Partnern an neuen Technologien zur Produktion von Stahl, unter anderem durch das Projekt SALCOS.

SALCOS mit allen seinen Risiken und Chancen war nicht nur eine Vorstands- sondern auch eine Entscheidung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, betont Dunja Kreiser. „Konzerne entwickeln sich nur durch Mitbestimmung und erfolgreiche Arbeitnehmervertretung weiter.“ Julia Retzlaff, arbeitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion betont: „Nur wenn wir Erneuerungsprozesse beherzt angehen, können wir Arbeitsplätze für die Zukunft sichern. SALCOS als Pionierprojekt der Transformation der Wasserstoffwirtschaft ist ein sehr gutes Beispiel dafür, auf das wir nicht nur in der Region Braunschweig, sondern in ganz Niedersachsen stolz sind!“

Nun ist der Transformationsprozess zur Herstellung von „grünem Stahl“ in vollem Gange. Bei einer Besichtigung des riesigen Betriebsgeländes der Fachstahl GmbH konnte sich die Besuchergruppe ein Bild von den rasanten Umstrukturierungsprozessen machen, die eine klimafreundliche Stahlproduktion bedingen. Kontinuierlich ändert sich die Silhouette der Hütte. Alte koksbetriebene Hochöfen werden abgeschaltet und durch moderne Elektrolichtbogenöfen getauscht. Alte Gebäude werden abgerissen und Platz für neue Anlagen zu schaffen. Befeuert werden sollen die Öfen künftig mit „grünem Wasserstoff“ beispielsweise mit Hilfe von Strom aus Windenergieanlagen, Elektrolyse-Verfahren oder durch die schrittweise Umstellung auf Direktreduktionanlagen. Diverse Projekte laufen bereits.

Wir müssen verstärkt den Ausbau alternativer Energien beschleunigen, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und für bezahlbaren Industriestrom sorgen. Erfreulich ist, dass am Anfang nächsten Jahres der Spatenstich zum Aufbau des Stichkanals stattfinden wird“, sagte Dunja Kreiser im Anschluss des Austausches.