Braunschweig. An der Kundgebung „Kein Fußbreit dem Faschismus – nie wieder ist jetzt!“ am Samstag, 20. Januar, auf dem Schlossplatz in Braunschweig hat auch Landesbischof Dr. Christoph Meyns teilgenommen. In seiner Rede betonte er, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus, Hass und Hetze seien mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Weiter sagte er: „Deshalb protestieren wir, wenn Pläne geschmiedet werden, um Menschen zu deportieren wie in den finstersten Zeiten der deutschen Geschichte.“
Der Stadtschülerrat Braunschweig organisierte die Kundgebung, um ein Zeichen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu setzen. Zahlreiche Organisationen, Vereine und Parteien sowie mehrere hundert Menschen nahmen daran teil. Landesbischof Meyns erklärte in seiner Rede, dass sich die Kirche für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einsetze. Damit stehe sie ein für die Achtung der Menschenwürde ohne Ansehen von Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Überzeugungen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, ob Bürger oder Geflüchteter.
Mit der Kundgebung reagierten die Teilnehmenden auf die Recherchen des Netzwerks Correctiv. Dieses hatte in der vergangenen Woche über ein geheimes Treffen von Vertretern der AfD, rechtsextremen Organisationen und finanzstarken Unternehmern in Potsdam berichtet. Dort sollen Pläne beraten worden sein, wie Deutschen die Staatsbürgerschaft entzogen und Millionen Menschen aus Deutschland vertrieben werden könnten.
Die Erklärung von Landesbischof Dr. Christoph Meyns finden Sie im Anhang