Wolfenbüttel. Am vergangenen Sonnabend hatte das Herzoglich-Braunschweigische-Feldcorps zum fei­erlichen Stiftungsfest aus Anlass des 214. Jahrestages der Truppenaufstellung durch den „Schwarzen Herzog“ eingeladen. Dazu heißt es: „Den 1ten April anno 1809 sah sich unser guter Herzog Friedrich Wilhelm von Gottes Gnaden Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, auch in Schlesien Fürst zu Oels und Bernstadt, im höchsten Auftrag seiner Kaiserlichen Hoheit Carl Ludwig, Erzherzog zu Österreich, Generalissimus der k. k. österreichischen Armeen, veran­lasst, ein selbständiges Truppenkorps auf eigene Kosten zu errichten, um mit Öster­reich den Kampf gegen den Usurpator Napoleon Bonaparte zu führen. Aus Anlass der Wiederkehr des Stiftungstages sehe ich mich hocherfreut, zu einem Gedenk- und Festtag invitieren zu dürfen.“
Vorsitzender Thomas Musahl freute sich über die zahlreich anwesenden Vereinsmitglieder und Gäste, die sehr gerne in das Restaurant „Herzog Heinrich’s“ gekommen waren, um an dieser traditionellen Veranstaltung teilneh­men zu können. Das Feldcorps, ein Verein für europäische Kultur und Geschichte der napoleonischen Epoche, steht unter der Schirmherrschaft seiner Königlichen Hoheit Prinz Heinrich von Hannover. Zum Auftakt erhoben sich die Uniformträger mit ihren Gläsern in der Hand und entrichteten den Wahlspruch auf ihren „Schwarzen Herzog“.
Unter den Gästen hieß der Vorsitzende insbesondere Peter-Michael Golz willkommen. Er überreichte als Vorsitzender der Vereinigung Braunschweiger Artilleristen ein Wappen mit dem Wahlspruch: „Freiheit verpflichtet!“
Das diesjährige Programm umfasst vielfältige Aktivitäten, insbesondere die Teilnahmen an deutschlandweiten, historischen Darstellungen. Höhepunkt des Jahres wird am 1. August die Gedenkfeier zum 214. Jahrestag des Gefechtes bei Oelper sein. Weitere Informationen im Internet unter: braunschweiger-feldkorps.de
Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein in geselliger Runde aus, bei dem die ein oder andere Anekdote aus den Erlebnissen der vergangenen Jahre nicht fehlen durfte.
Foto: Andreas Meißler