Es gibt Grund zum Feiern an der Ahornallee: nach einer (fast) perfekten Spielzeit steht die Mannschaft um Marcel Meyer nicht nur mit großem Abstand an der Spitze der 1. Kreisklasse, sondern hat sich damit auch den Aufstieg in die Kreisliga Braunschweig verdient. Die erfolgreiche Saison kommt für viele überraschend.

Vor etwas mehr als einem Jahr, genauer im März 2023, sorgten sich zurecht viele um den Herren-Fußball im VfR Weddel. Nach der Hinrunde stand nur ein einzelner Punkt auf dem Konto der Grün-gelben und damit verbunden war nicht nur eine große Abstiegsangst, sondern auch die Frage, ob und wie es überhaupt weitergehen würde. Doch die Mannschaft steckte gemeinsam mit dem Trainerteam die Köpfe zusammen, formulierte seine eigenen Ansprüche und setzte sich das Ziel, den Gang in die 2. Kreisklasse abzuwenden. Ab diesem Zeitpunkt lief es für den VfR dann deutlich besser. Ganze 11 Siege konnte sich die Mannschaft erkämpfen und landete am Ende sogar im gesicherten Mittelfeld. Erhobenen Hauptes konnte man sich also auf die neue Saison vorbereiten, in der sich aber einiges ändern musste.

Eine große Veränderung war schon früh im Sommer zu verlauten: Mit Nils Gehde kehrte ein alter Bekannter zurück zum VfR Weddel. Aus der Zweitvertretung von Eintracht Braunschweig ging es für ihn an den Ort, an dem er als kleiner Junge das Fußballspielen gelernt hatte. Auf ihn warteten unter den VfR-Herren viele alte Freunde und ewige Wegbegleiter. „Nils hat damals schon früh die größtmögliche fußballerische Herausforderung gesucht und in seinen Stationen bei Freie Turner und Eintracht Braunschweig wichtige Erfahrungen sammeln können. Der Kontakt zu ihm ist über all die Jahre aber nie abgebrochen“, erinnert sich Trainer Marcel Meyer. Gehde solle der Mannschaft nicht nur auf dem Platz mit seiner spielerischen Klasse helfen, sondern auch in der Funktion als Spielertrainer unter der Woche das Trainerteam verstärken. Zudem wechselten mit Celvin Klahr und Julian Ludyga zwei weitere Spieler zum VfR Weddel.

In der Saisonvorbereitung wurde hart gearbeitet und die Mannschaft konnte die neuen Impulse von Nils Gehde gut annehmen. Schon in der Vorbereitung war zu sehen, dass gute Leistungen möglich waren und auch höherklassige Gegner geschlagen werden konnten. Die Vorfreude auf die neue Saison war bei der ganzen Mannschaft groß. Bis zur Winterpause erkämpften sich die Herren Sieg um Sieg und einzig im Nachbarschaftsduell gegen SC RW Volkmarode ließ man bei einem umkämpften 3:3 Punkte liegen. Erstmals wurde konkret an einen möglichen Aufstieg gedacht und das war Grund genug, um im Winter als Mannschaft noch härter zu arbeiten.

In der Rückrunde konnte der VfR an die erfolgreiche erste Saisonhälfte anknüpfen. Mit einem 4:1-Auswärtssieg beim direkten Aufstiegskonkurrenten aus Broitzem wurden die Weichen direkt zu Beginn weiter Richtung Kreisliga gestellt. Bemerkenswerte Siege, wie ein 7:1 gegen FT Braunschweig 4, ein 8:2 in Melverode und ein 8:3 gegen MTV Braunschweig folgten. Einzig eine ärgerliche 1:2-Niederlage gegen den LFC BS hinterließ einen Makel auf der (fast) perfekten Saison. „Dieser Rückschlag kam zur richtigen Zeit und hat die Sinne für die Saisonschlussphase geschärft“, resümiert Spielertrainer Nils Gehde. Am Ende stehen unterm Strich 22 Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage – löwenstarke 67 Punkte und ein Torverhältnis von 120:37.

Dass das Niveau in der Kreisliga Braunschweig ein deutlich höheres – auch im Vergleich zur Wolfenbütteler Nordharzliga – seien wird, ist Trainern und Spielern bewusst. Der Anspruch, auch in der nächsten Saison ansehnlichen und erfolgreichen Fußball zu zeigen, treibt alle an, hochmotiviert in die Saisonvorbereitung zu starten. Der Kader soll zudem punktuell verstärkt werden.

Der Aufstiegskader 23/24:

Manuel Böhm, Tobias Kroll, Julian Sladowski, Sven Ziegenbruch – Tassilo Behrendt, Dennis Gehde (2 Tore), Celvin Klahr, Julian Ludyga, Niels Meinhardt, Robin Müller, Marc Paust, Malte Scheffler (3), Felix Schieverhöfer (2), Alexander Weise – Philip Beinling, Christian Dawidowski (2), Pascal Dragon (1), Nils Gehde (22), Dennis Paust (12), Hendrik Schmidt (6), Jonas Schwerdtfeger (8) – Hendrik Bock, Jan Daniel (19), Christopher Humm (1), Maximilian Poppe (1), Niklas Scheffler (4), Lukas Schwerdtfeger (27)