DRK-Rettungsdienst beglückwünscht Trio zu bestandener Prüfung – und alle bleiben an Bord.

Wolfenbüttel. Nach einer dreijährigen Ausbildung mit knackigen Prüfungen am Ende darf man schon mal stolz sein. Und so traten jetzt drei junge Leute mit breiter Brust vor die Kamera, die ab sofort die Berufsbezeichnung Notfallsanitäter/-in tragen dürfen. Doch auch der Arbeitgeber ließ Stolz erkennen, denn offenbar stimmt die Chemie im DRK-Kreisverband: Alle drei bisherigen Auszubildenden bleiben dem Rettungsdienst in Wolfenbüttel erhalten.

„Willkommen in der Crew“, sagte Daniel Schulte, als er jedem eine kleine Präsentbox überreichte. Der Geschäftsführer des Rettungsdienstes zollte seinen jüngsten Mitarbeitern Respekt für das bewältigen der relativ neuen, dreijährigen Ausbildung: „Hut ab! Ich weiß, dass ihr jetzt schon ein ordentliches Niveau erreicht habt.“ Gleichwohl legte er dem Trio schon den Blick auf künftige Fortbildungen ans Herz: „Stillstand ist Rückschritt. Von daher solltet ihr die Qualifikationen nutzen, die sich euch bieten – bis hin zu den berufsbegleitenden Studiengängen.“

Praxisanleiter Patrick Kestner erinnerte daran, dass die Ausbildung der drei erstmals in einer Mischung aus Präsenz- und online-Unterricht stattfand. „Corona sei Dank.“ Vor diesem Hintergrund sei der Abschluss besonders hoch zu bewerten. Für die Zukunft empfahl er ihnen, sich stets einen klaren Blick zu bewahren. „Vertraut eurem Bauchgefühl.“

Die Ausbildung sei eine aufregende Zeit gewesen, aber auch ein Wechselbad der Gefühle, berichtete Mandy Schniebs (26). „Vor allem die fünf Wochen Prüfungsvorbereitung waren hart.“ Doch der Einsatz habe sich gelohnt, sagte die Wolfsburgerin. „Ich habe den Beruf, von dem ich schon vorher wusste, dass es mein Traumberuf ist.“

Jannik Paul (23) empfand die drei vergangenen Jahre als hoch intensiv, wobei aber der Spaß nicht zu kurz gekommen sei. „Hier im Rettungsdienst haben wir eine gute Truppe“, betonte der Braunschweiger, „hier wird es nie langweilig.“

Für Antonia Ludwig (23) gingen die drei Jahre überaus schnell zu Ende. „Es war so lehrreich, dass sie mir vorkamen wie drei Wochen.“ Die Wolfenbüttelerin bleibt gerne in ihrer Heimatstadt und im Kreisverband. „Das ist hier ein sehr spannender Einsatzbereich.“

Diese Einschätzung teilte auch Daniel Schulte, der viele Rettungsdienste kennt. In der Stadtrettung gehe es beispielsweise den ganzen Tag über viele Treppen rauf und Treppen runter, wobei sich bei den relativ kurzen Fahrtwegen eine hohe Einsatzfrequenz ergibt. Der Landkreis Wolfenbüttel biete schon von der Anlage her große Abwechslung. „Hier gibt es Stadt, Land, Autobahnen und sogar Einsätze in der Luftrettung.“

Den neuen Ausbildungszeitraum übrigens haben kürzlich vier junge Menschen hauptberuflich begonnen. Außerdem schult das DRK zwei weitere Mitarbeiter innerbetrieblich von Rettungs- zu Notfallsanitätern. Zehn weitere haben zudem eine einjährige Ausbildung zum Rettungssanitäter begonnen. „Duese Ausbildungsplätze konnten wir aufgrund zahlreicher Bewerbungen gut besetzen“, sagte Schulte weiter. „Trotzdem freuen wir uns auch weiterhin immer über interessante Bewerbungen, auch von Quereinsteigern.“ Bei Interesse kann man sich melden bei Ausbildung@drk-rettungsdienst-wf.de oder telefonisch an 05331/975-200.

Foto: Ab sofort gemeinsam im Team (von links): Rettungsdienst-Geschäftsführer Daniel Schulte, die Neulinge Mandy Schniebs, Jannik Paul und Antonia Ludwig sowie Praxisanleiter Patrick Kestner.