Sieben Auftritte der Schunterbühne in der Börnekenhalle

Nach einer langen Corona Pause hatte die Schunterbühne Lehre Anfang Dezember erneut zum traditionellen Wintermärchen eingeladen, welches erstmals von der Regisseurin Stefanie Senghaas inszeniert wurde. Hierbei ist es den überwiegend jungen und jugendlichen Schauspielern sehr gut gelungen, ihr Publikum für die Abenteuer von Merle (gespielt von Fabienne Hoppe) zu begeistern. Diese lernt in einer Höhle das Volk der Gambins kennen und freundet sich mit Gambin Abalor an (gespielt von Josephine Senghaas).

Bei diesem Stück von Peter Futterschneider aus Gifhorn werden auch aktuelle Themen wie Umweltschutz angesprochen, denn die Gemeindemitarbeiter Werner (Lenn Nielsen) und Ulrich (Jacob Senghaas) interessieren sich mehr für Arbeitspausen als für seltene Tierarten, die vernichtet werden könnten. Erst durch das Engagement von Gambin Aperna (Rebecca Senghaas) und Professorin Laumert (Janina Meyer) gelingt es, eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Schließlich lernen die Zuschauer sowohl von Großmutter Matusala (Conni Hörning) als auch den jüngeren Schauspielern Jule (Rahel Senghaas) und Oban (Lennet Jospeph), dass auch Freundschaften zwischen unterschiedlichen Kulturen – hier Gambins und Menschen – möglich sind. Als Wintermärchen zielte dieses Stück vor allem auf ein junges Publikum, welches von Carolin Popinet in der Rolle der Talisker interaktiv immer wieder eingebunden wurde. Durch gemeinsames Singen und aktives Unterstützen der Handlung, aber auch kindgerechten Erläuterungen der Themen aus dem Stück wie z.B. „Was sind eigentlich seltene Erden“, war die Geschichte für Groß und Klein stets kurzweilig.

In weiteren Rollen waren zu sehen: Nele Nielsen als Frau Ansbach und Ron Botran, Elisa Luschert als Frau Semroch und Frau Degner, Sanya Hamburger als Johanna, Isabelle Herberth als Jaqueline, Emmi Hörning als Scapa und Caol Ila, Nayla Hamburger als Dalwhinnie, Richard Kirchner als Ledaig sowie sein Bruder Emil Kirchner als Ardberg. Die Co-Regie hat Dirk Nielsen übernommen und Souffleuse war Silvia Salgmann-Geyer. 

Wie bereits bei früheren Stücken überzeugte die Schunterbühne nicht nur mit einem Ensemble sehr engagierter Schauspieler, sondern auch einem aufwändigen Bühnen- und Kulissenbau sowie sehr professioneller Licht- und Tontechnik. Wer dieses Stück verpasst hat, muss allerdings gar nicht lange warten, denn die Schunterbühne Lehre verweist auf ihrer Internetseite bereits auf die nächste Aufführung, welche für April 2024 geplant ist.

Foto (Schunterbühne Lehre): Das Wintermärchen der Schunterbühne hieß in diesem Jahr „Der kleine Gambin“.