Braunschweig am 22.Mai 2024

Im Heinrich-Jasper-Saal in der Braunschweiger Schloßstraße fand jetzt die turnusmäßige Bezirks-Delegierten-Konferenz der SPD- Arbeitsgemeinschaft 60 plus des Bezirks Braunschweig statt. Auf der umfangreichen Tagesordnung standen u.a. der Rechenschaftsbericht und die Entlastung des Vorstandes sowie die turnusmäßigen Neuwahlen.

Außerdem gab es Grußworte und Referate sowie die Wahl von Delegierten zum
Landesausschuss, zum Bundesausschuss sowie zur AG 60 plus Bundeskonferenz im Oktober
2024 in Berlin.
Aber der Reihe nach. In Vertretung der krankheitshalber verhinderten Bezirksvorsitzenden
Barbara Klausmeyer begrüßte der stellv. Bezirksvorsitzende Jürgen Rump die anwesenden
Delegierten und Gäste und eröffnete die Konferenz.
Einstimmig wurde der Gifhorner Jürgen Beckmann zum Versammlungsleiter gewählt.
Aus dem Landtag berichtete der Braunschweiger SPD-Abgeordnete Christoph Bratmann,
gleichzeitig wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag.
Seine Schwerpunkte setzte er dabei auf die Wirtschaft im Wandel und insbesondere auf die
Transformation zur E-Mobilität und zur Klimaneutralität. Hierzu sind die Positionen in den
Parteien sehr groß. Auch die sich ständig verändernden Positionen und Unklarheiten der
Bundesregierung sind daher auch für das Land Niedersachsen nicht hilfreich. Hinsichtlich des
exportorientierten Landes Niedersachsen ist ein geeintes Europa in Wohlstand und sozialem
Frieden von großer Bedeutung.
Eine angeregte Diskussion schloss sich an.
Der in schriftlicher Form vorliegende Rechenschaftsbericht des Vorstandes für die
abgelaufenen zwei Jahre wurde diskutiert. Anschließend wurde der komplette Vorstand
einstimmig entlastet.
„Dreißig Jahre SPD- Arbeitsgemeinschaft 60 plus im Bezirk Braunschweig“, war der
Arbeitstitel des ehemaligen Bezirksvorsitzenden Wolfgang Welge.
Am 28. April 1994 wurde durch die SPD-Senioren-Konferenz in Mainz die
Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ gegründet, inzwischen mitgliederstärkte Arbeitsgemeinschaft
innerhalt der SPD. Der Hamburger Hans-Ulrich Klose wird zum 1. Bundesvorsitzenden
gewählt. Die zentrale Forderung der älteren Genossinnen und Genossen lautete: „Politik mit
den Älteren, statt für die Älteren“.
Fast zeitgleich bilden sich in vielen Unterbezirken entsprechende Arbeitsgemeinschaften. So
auch im Bezirk Braunschweig. Am 25. Mai 1994 kommen Delegierte aus den neun
Braunschweiger Unterbezirken zusammen und wählen den Salzgitteraner Rudolf Liebermann
zu ihrem 1. Bezirksvorsitzenden.
Welge berichtet über Aktivitäten und Höhepunkte der 30-jährigen Geschichte. So war man
im Jahre 2017 z.B. Gastgeber der AG60 plus Bundeskonferenz in Wolfsburg. Auch die gute
und langjährige Zusammenarbeit mit den Senioren des Landesverbandes Sachsen-Anhalt
wird hervorgehoben.
In seinem Schlusswort machte der ehemalige Bezirksvorsitzende deutlich, dass wir in einer
äußerst kritischen und schwierigen Zeit leben und rief zur Wachsamkeit auf. Auch in
Deutschland mehren sich die Taten rechter Gewalt. „Unsere Demokratie ist in Gefahr“, so
Welge weiter.
Nun folgte die Neuwahl des Vorstandes. Erstmals in der Geschichte der Braunschweiger AG
60 plus wurde mit Barbara Klausmeyer (UB GF) und Horst-Joachim Rinke (UB PE) eine sog.
„Doppelspitze“ gewählt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Barbara Fliegner-Lühr
(UB WOB) und Jürgen Rump (UB PE) gewählt.
Schriftführer bleibt der Gifhorner Uwe Kunkel. Außerdem wurden aus den einzelnen
Unterbezirken stimmberechtigte Beisitzerinnen und Beisitzer für den Vorstand gewählt,
sowie Delegierte für den Landesausschuss, den Bundesausschuss und für die
Bundeskonferenz am 15.-17. Oktober 2024 in Berlin.
Nach angeregter Diskussion wurde mit großer Mehrheit ein Antrag des Vorstandes zur
Einführung eines 29-Euro-Tickets für Personen über 60 Jahre beschlossen.
Das abschließende Grußwort hielt der SPD-Bezirksvorsitzende und Braunschweiger
Oberbürgermeister Thorsten Kornblum.
Er betonte auch aufgrund der zahlenmäßigen Stärke den großen Wert der AG 60 plus
innerhalb der SPD als auch das große Engagement der älteren Generation in der Politik und
für die Gesellschaft. Als Braunschweiger Oberbürgermeister stellte er die vielen
Verknüpfungen mit der Europäischen Union für die gesamte Braunschweiger Region fest und
würdigte nachdrücklich das gemeinsame Europa.
In seinem Schlusswort bedankte sich der neugewählte Bezirksvorsitzende Horst-Joachim
Rinke für die aktive Teilnahme aller Delegierten. Wichtig ist jetzt und heute, die
demokratischen Errungenschaften gegen Hass und Gewalt insbesondere gegen
rechtspopulistische Kräfte zu verteidigen. Selten war eine Europawahl so wichtig wie heute.