Die Kreisfeuerwehr Bereitschaft Gefahrgut übte am 22.06.2024 in
Söllingen auf dem Gelände der Firma Strube D&S GmbH den Gefahrgut
Ernstfall.

Die diesjährige Übung wurde von dem Bereitschaftsführer Holger Scholz
ausgearbeitet und bot den Teilnehmern ein realistisches Szenario.
Zu dem Unfallereignis auf dem Gelände kam es bei Logistikarbeiten. Hier
wurden bei dem Transport mit einem Gabelstapler zwei IBC-Container und
eine Stückgut Europalette beschädigt.
Die Beiden unterschiedlichen Gefahrstoffe hatten allerdings neben Ihrer
eigentlichen Gefährdung noch eine Besonderheit, zum einen durften sie
nicht zusammen gelangen und auch nicht mit Wasser in Berührung kommen.
Dieses galt es bei der ersten Erkundung und Stoff Identifikation zu
erkennen. Besondere Vor- und Umsicht war dann im weiteren Vorgehen
geboten.
Zunächst wurde der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt.
Um die vorgehenden Feuerwehrkräfte ausreichend persönlich zu schützen,
gingen diese in Chemikalienschutzanzügen vor.
Als Erstmaßnahme wurden die auslaufenden Gefahrstoffe in Wannen
aufgefangen, um so eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Im weiteren
Verlauf wurden dann zwei Pumpstrecken aufgebaut, um die Gefahrstoffe
sicher umzupumpen.
Parallel wurde die Einsatzstelle mit spezieller Messtechnik weiträumig
kontrolliert. Im Ernstfall wäre hier schnellstmöglich eine Warnung an
die Bevölkerung erfolgt.
Über den Dekonplatz, der ebenfalls parallel aufgebaut wurde, konnten die
Feuerwehrkräfte den Gefahrenbereich wieder verlassen, nachdem sie grob
gereinigt wurden.
Um gemeinsame Abläufe zu trainieren, spielte unser Kreisbrandmeister
eine Verletzung eines Feuerwehrkameraden ein. Sogleich wurde die Rettung
des Kameraden eingeleitet und der vor Ort befindliche Rettungsdienst,
der zum Eigenschutz immer dabei ist, in die neue Lage eingebunden. Auch
der verletzte Kamerad wurde am Dekonplatz grob gereinigt und an den
Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben.
Dank modernster Technik konnten die Führungskräfte jederzeit durch
Drohnenaufnahmen die Einsatzstelle genauestens im Auge behalten. Es ist
eine große Hilfe sich frühzeitig über diese Technik einen kompletten
Überblick zu verschaffen.
Das Resümee der Übung zeige noch Möglichkeiten zur weiteren Anpassung
der Vorgehensweisen, alles in allen hat es schnell und zielorientiert
funktioniert und das Übungsziel wurde erfüllt. Im Anschluss hatte unsere
Verpflegungseinheit ein leckeres Essen für uns vorbereitet.
Ein großer Dank gilt der Firma Strube D&S GmbH, die uns zum Einen Ihr
Firmengelände für die Übung, aber auch den gesamten Zeitraum über zwei
ortskundige Fachberater zur Seite gestellt hat.

Wir übten mit ca. 50 Kameradinnen und Kameraden. Diese setzten sich wie
folgt zusammen:
Kreisbrandmeister
Fachzüge der Kreisfeuerwehr:
Logistik/Sonderaufgaben, Gefahrgut, Messen, Dekontamination,
Verpflegung, IuK-Zug + Drohne
DRK Helmstedt:
2 RTW

Bildquelle: KBM Helmstedt
Text: Kreisfeuerwehr Gefahrgutzug