Braunschweig, A2 Rtg. Berlin

12.02.2024 – 23:00 Uhr

Verfolgungsfahrt auf der A2

In der gestrigen Nacht sollte der Fahrer eines VW T5 durch die zivile Autobahnpolizei auf der A2 in Richtung Berlin, Anschlussstelle Rennau, kontrolliert werden. Nachdem die Beamten dem Fahrer signalisiert hatten, zwecks Kontrolle ihnen zur Abfahrt zu folgen, kam der Fahrer dieser Aufforderung zunächst nach. Kurz nach Verlassen der Autobahn entzog sich der Fahrzeugführer der Kontrolle, indem er die Grünfläche der Anschlussstelle überfuhr. Anschließend fuhr er wieder auf die A2 auf und beschleunigte, um sich weiterhin der Polizeikontrolle zu entziehen. Die Beamten nahmen die Verfolgung sofort auf.

Auf der Autobahn bremste der Fahrzeugführer dann langsam ab und kam auf dem Standstreifen zum Stillstand. Unvermittelt legte er dann den Rückwärtsgang ein und rammte den hinter ihm befindlichen zivilen Funkwagen. Daraufhin flüchtete der Fahrer weiterhin über die A2 in Richtung Berlin. An der Anschlussstelle Helmstedt-West verließ das flüchtende Fahrzeug die A2. Im Anschluss fuhr er verbotswidrig die Abfahrt der A2 in Richtung Hannover auf, wendete jedoch sofort wieder in Richtung der Auffahrt, wo er mit der nacheilendenden zivilen Funkstreifenwagenbesatzung frontal kollidierte.

Trotz des Zusammenstoßes gelang es dem Fahrer, das Fahrzeug zu verlassen und weiter fußläufig über die sechs Fahrstreifen der A2 zu flüchten. Er verschwand dann in einem angrenzenden Dickicht in südwestlicher Richtung. Sofort begaben sich mehrere Funkstreifenwagen der Polizei unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten in den Nahbereich. Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen unter Unterstützung des Polizeihubschraubers verliefen jedoch erfolglos.

Wie sich im Anschluss herausstellte, wurde der VW T5 zuvor in Braunschweig-Stöckheim gestohlen.

Bei dem verursachten Zusammenstoß wurde niemand verletzt. Beide betroffenen Fahrzeuge mussten jedoch abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden an beiden Autos. Die Unfallaufnahme erfolgte durch den Verkehrsunfalldienst Braunschweig.

Es wurden unter anderem Strafverfahren wegen illegalem Straßenrennen, Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Kfz-Diebstahls eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.